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Absolutes Feuerverbot im Wald und Waldesnähe

10. August 2022

Absolutes Feuerverbot im Wald und Waldesnähe

Der Kanton Luzern erlässt ein absolutes Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe. Zudem ist es auf dem ganzen Kantonsgebiet (inkl. Gewässern) verboten, Feuerwerkskörper abzubrennen oder durch offenes Feuer angetriebene Ballone/Laternen steigen zu lassen.

Die letzten Wochen waren heiss und trocken. Vereinzelte Niederschläge vermochten die Lage nicht zu entschärfen. Die Gefahrensituation wurde neu als gross eingeschätzt. Mit der Erhöhung der Gefahr wird im Wald und in Waldesnähe (bis 50 m Waldabstand) ein absolutes Feuerverbot erlassen.

Das absolute Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe tritt im Kanton Luzern auf Mittwoch, 10.08.2022 in Kraft und beinhaltet folgende Regelungen:

  • Es ist verboten, im Wald und an Waldrändern Feuer zu entfachen. Dies gilt insbesondere innerhalb eines Abstandes von 50 m zum Wald.
  • Aufgrund der Gefahr durch Funkenflug ist das Feuern in sämtlichen unbefestigten Feuerstellen und mit Einweggrills – ungeachtet des Standorts im Freien – auf dem ganzen Kantonsgebiet (inkl. Gewässern) verboten.
  • Erlaubt ist das Grillieren auf Gasgrills sowie das Grillieren in Gärten oder auf Balkonen mit Holzkohlegrills sowie in fest eingerichteten Cheminées/Feuerstellen/Feuerschalen, sofern ein Abstand von mindestens 50 Metern zum Wald eingehalten wird. Bei starkem Wind ist wegen der Gefahr von Funkenflug ganz darauf zu verzichten.
  • Es ist verboten Zigaretten, andere Raucherwaren oder Streichhölzer wegzuwerfen.
  • Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern sowie das Steigenlassen von «Heissluftballonen / Himmelslaternen» (gekauft oder selbstgebastelt), welche durch offenes Feuer angetriebenen werden, sind auf dem ganzen Kantonsgebiet (inkl. Gewässer) verboten.
  • Die Bevölkerung ist aufgerufen, mit Feuer im Freien sorgfältig umzugehen und insbesondere Feuer nie unbeaufsichtigt zu lassen. Es wird empfohlen, entsprechendes Löschmaterial bereit zu halten.
  • Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot werden polizeilich geahndet. Wer einen Waldbrand verursacht, wird zudem für die daraus entstehenden Kosten für die Bekämpfung und Wiederherstellung belangt.

 

Die Forstbehörden stehen in Kontakt mit der Polizei und Feuerwehr sowie den übrigen Zentralschweizer Kantonen. Damit sich die Situation entschärfen kann, sind genügend Niederschläge verteilt auf dem ganzen Kantonsgebiet nötig. Bleiben diese aus, kann ein absolutes Feuerverbot auf dem ganzen Kantonsgebiet nicht ausgeschlossen werden.

Alle relevanten Informationen finden Sie auf der Webseite der Dienststelle Landwirtschaft und Wald www.lawa.lu.ch und auf www.waldbrandgefahr.ch.

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Meldung vom 27.07.2022

Bedingtes Feuerverbot im Wald und Waldesnähe: Feuer nur auf fest eingerichteten Feuerstellen toleriert

Es wurde entschieden, die erhebliche Waldbrandgefahr (Stufe 3) beizubehalten. Die Wetterprognosen für die kommenden Tage sagen kühlere Temperaturen und Niederschlag voraus. Es wird jedoch dringend empfohlen, vorsichtig mit Feuer im Wald und in Waldesnähe umzugehen.

Mit der Beibehaltung der Waldbrandgefahr "erheblich" ist es erlaubt, ausserhalb des Waldes mit der nötigen Vorsicht Feuerwerkskörper abzufeuern. Die Gefahrenbeurteilung "erheblich" empfiehlt folgendes Verhalten beim Feuern im Freien:

  • Versichern Sie sich, dass Ihr Feuer vollständig gelöscht ist, bevor Sie den Ort verlassen.
  • Im Wald und Waldesnähe ist auf das Abfeuern von Feuerwerkskörpern gänzlich zu verzichten, ebenso auf laute Knallkörper, die Tiere erschrecken.
  • Bei Höhenfeuer ist Vorsicht geboten (insbesondere bei dürrem/trockenem Gras). Es sind generell alle nach den Umständen gebotenen und zumutbaren Massnahmen zu treffen.
  • Verwenden Sie beim Grillieren festeingerichtete Feuerstellen.
  • Überwachen Sie Feuer laufend und löschen Sie allfälligen Funkenwurf sofort.
  • Die lokale Gefahrensituation abklären, wenn Sie im Freien ein Feuer entfachen wollen.
  • Beachten Sie die Wettervorhersagen und die Wetterentwicklung insbesondere Sturmwarnungen.
  • Verzichten Sie bei starken und böigen Winden auf Feuer im Freien.
  • Brennende Zigaretten und Streichhölzer nie wegwerfen.
  • Bei Betrieb von Dampfzügen sind besondere Schutzmassnahmen zu treffen.

 

Alle relevanten Informationen sind auf der Webseite der Dienststelle Landwirtschaft und Wald und auf der Webseite des Bundes zu finden.

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Meldung vom 22.07.2022

Die eingetroffenen Niederschläge vom vergangenen Mittwochabend und -nacht haben die Waldbrandgefahr im Kanton Luzern etwas entschärft.

Deshalb gilt nach Absprache mit den Zentralschweizer Kantonen sowie dem Feuerwehrinspektorat Luzern die "Gefahrenbeurteilung 3: erheblich".

Massnahme: Bedingtes Feuerverbot in Wald und Waldesnähe, Feuer nur auf fest eingerichteten Feuerstellen toleriert.

Ein Feuerverbot ist somit noch nicht in Kraft. Die Situation wird laufend neu beurteilt.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Waldbrandgefahreneinschätzung und Verhaltensregeln.

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